Blei in Siebträgermaschine

Nach der Reinigung der Siebträgermaschine kann, bei einigen Modellen, Blei freigesetzt werden. Offenbar lösen die Säuren, mit denen die Entkalkung der Kaffeemaschinen freigesetzt werden, Blei aus Heizung, Leitungen, Pumpen etc.

Bisher ist offenbar noch geheim, was das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
laut Spiegel vom 1. Dez. 2013  herausgefunden hat. Zwei von drei Siebträgermaschinen sollen mehr Blei freisetzen, als nach der Trinkwasserverordnung für Trinkwasser erlaubt ist.

Für das BfR ist es wohl zu heiß, die Hersteller der beiden Siebträger Kaffeemaschinen an den Pranger zu stellen, weil die bisherigen Auswertungen nicht repräsentativ sind: Vermutlich sind auch noch andere Modelle anderer Hersteller bei den Gift-Absonderen, wurden aber bisher noch nicht in bezug auf Blei-Abgabe getestet.

Die Angst vor Klagen der Industrie scheint also wichtiger zu sein als die Sorge, dass die Gesundheit von zum Beispiel Schwangeren und deren Ungeborenen.

Laut Stiftung Warentest (nach Bericht der Münchner Abendzeitung) wurde bei einem Test mit folgenden 4 Kaffeemaschinen folgendes Ergebnis erzielt:

 Modelle im Testmehr oder weniger
als der nach zulässige
Grenzwert für Trinkwasser
Jura Impressa C50 weniger
Krups EA 8258 weniger
Philips Saeco Minuto One Touch HD8763 weniger
DeLonghi EC 330 S Siebträger
 weniger
DeLonghi Ecam 25.457 Kaffeevollautomat
50x mehr

Laut Stiftung Warentest verringer sich der Wert jedoch mit jedem Spülen nach der Entkalkung rasch. Zu viele Entkalken sollte man vermeiden. Auch sonst sollte man nach längerem Stillstand der Maschine erst einmal mindestens eine Tasse Wasser durch die Maschine laufen lassen, um Schwermetalle wie Blei und andere Verunreinigungen fortzuspülen.